yupdidupdidupdidoo, ein freier tag und kein plan und kein bock auf nichts und so weiter. eine tasse kaffe und die letzte kippe die von gestern noch über ist. soll ich mir neue socken kaufen oder einen handyvertrag abchecken, ich schätze mal ich werde wie immer garnichts abchecken. lange weile ohne ende.
luxuspenner - 29. Okt, 13:42
Ich mache besonders. Ich habe fertig. Wir müssen hier weg. Nur die Liebe zählt. Primitiv, aber was soll ich noch sagen, angesichts der Verhältnisse? Ich bin müde, und alles nervt mich, aber es geht einfach immer so weiter: Alle fahren zur Arbeit und alle hören die gleiche Musik, sehen die selben Filme und lesen ihre Zeitungen wo immer dasselbe nicht drinstehen wird, jetzt und in Ewigkeit. Wenn die unkaputtbaren Edelstahl - Designer - Anti - Penner - Sitze in den U - Bahnstationen meiner Stadt zerstört werden, dann ist das in doppelter Hinsicht ein Statement: "Seht her, wir kriegen auch den unkaputtbaren Scheiß kaputt" und "was ihr uns gebt wollen wir nicht". Ich sah letztens ein Interview mit Ingmar Bergman, der sagte, er sei Künstler geworden, weil er unter den Verhältnissen gelitten hatte, wie "vermutlich eine ganze Generation" mit ihm .... so sagte er, und da meinte dann der Interviewer: "Aber die anderen sind dann nicht Künstler geworden". Bergmann: "Nein, die haben nur gelitten. Und dann haben sie möglichst schnell versucht, andere zu unterdrücken".
luxuspenner - 5. Aug, 04:10
Ich arbeite im Aussendienst. Machmal komme ich mir toll vor, wie ich da schneidig in meinem Anzug durch die Welt laufe und mir die bewundernden Blicke der Frauen einfange. Und manchmal denke ich, ich bin so ein ausgebranntes Würstchen und die einzigen Blicke, die ich mir einfange, sind mitleidsvolle. Schon seltsam.
luxuspenner - 15. Jul, 23:41
Die letzten Tage vergingen ereignislos. Naja, nicht wirklich und total, aber über manche Dinge muß man auch mal schweigen. Zumindest habe ich heute meine gigantische Bierflaschensammlung inspiziert und müßte sie nun nur noch in Zehnereinheiten abtragen. Peinlich, irgendwie. Bin ich Alkoholiker, ich weiß es nicht. In den Katakomben des ewigen Hauptbahnhofes sprechen mich die großdimensionierten Plakate der Hilfe für Alkoholiker an, aber ich fühle mich nicht wirklich betroffen. Denn die wirklich Fertigen lungern ja in ihren Lumpen draußen bei mir vor der Haustür herum. Scannen die Papierkörbe nach Pfandflaschen ab oder lachen hysterisch wahnsinnig verzweifelt. Die junge blonde Nachbarin hat anscheinend jetzt ihren Freund bei sich wohnen. Der ist auch jung und blond. Er stieg letztens zu mir in den Aufzug und steckte in einem Anzug, roch sehr nach Haarspray und Deo, er zog beinahe sofort seinen Blackberry aus der Tasche und checkte hektisch darin herum. Wahrscheinlich denkt er ich bin ein Verrückter, mit dem man besser nichts zu tun hat. Ich sitze in der U – Bahn und alles ist wie ein Film, ich fahre durch acht Stationen die ich schon tausendmal gesehn habe und sehe Frauen die auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig der Bahn hinterherennen. Später höre ich mir immer und immer wieder „savoir faire“ von Chic an. Ein melancholisches etwas, zu dem ich die vergangenen einheinhalb Jahre Revue passieren lasse. Sommerliche Szenen von mir und der Chinesin im Park und das warme, weiche entspannte Dasein zu zweit, aber sie und ich sind aus guten Gründen getrennt und jeder Versuch die momentan schon drei Wochen andauernde Funkstille zu unterbrechen hat schließlich nur dazu geführt, daß uns die ausweglose Lage noch klarer wurde. Also höre ich wieder dieses Lied, nicht etwa, daß Chic zu meinen Lieblingsbands zählt. Aber dieses eine Lied hat etwas an sich, das die Zeit stehen läßt. Und das passt gut.
luxuspenner - 3. Jul, 21:17
Ein netter Link von mir. This is crazy music. Aber hundertmillionen mal besser, als die gequirlte Scheisse, die ich gerade aus dem Radio ertragen muß. Ladet euch das ganze Album als Zip runter. Meine Favorites sind track 9 und 13.
http://www.thefall.info/trackrecord/modules/wfdownloads/viewcat.php?cid=1&PHPSESSID=f50902ae3fb309f80254a93edd96cbbd
luxuspenner - 27. Jun, 22:25
Alles ist so la la. Ich meine mal ehrlich, so kann ich doch nicht weitermachen. Endweder ich brauche einen Job, der mir mindestens 3000 im Monat bringt, oder ich kann noch weiter jahrelang dahindarben. Ich muß aufhören, sinnlos Geld aus dem Fenster zu werfen und es scheint so, als bräuchte ich ein billiges Quartier. Ich lebe tatsächlich ein Luxuspennerleben, beim morgentlichen Kaffee vom Bahnhofsbäcker angefangen bis hin zu meiner ungeheuren Miete und den obligatorischen 2 Bier vom Kiosk. Das alles ist „dust in the wind“ und live fast & die young, und das am Ende nur, um den Job machen zu können und danach alles zu vergessen und sich gleichzeitig allem bewußt zu werden. Ich habe tausende ausgegeben, um meinen fantastischen Musikgeschmack in Form einer einzigartigen Plattensammlung zu protokollieren, und selbstverständlich hat es mich keinen einzigen Schritt weiter gebracht, klar sind „the Fall“ toll, aber es macht mich nicht glücklich sondern höchstens noch unglücklicher. Tagein tagaus wie ein Zombie in der Bahn zu sitzen, wenn du kein Ziel ausser das Absolvieren eben genau dieses einen abgefuckten Tages vor dir hast, ist einfach garnichts. Dann lieber sterben, aber zum Glück wollte ich nie sterben und trotzdem sah ich letztens die herrannahende S – Bahn und stellte mir die unglaubliche Härte des Aufpralls vor und die Bahn sah aus wie eine kalte, eiserne Höllenmaschine. Angewidert schüttelte ich den Kopf und ging nach Hause. Und da war nichts, rein garnichts.
luxuspenner - 27. Jun, 01:30